Endnote pragmatisch anwenden

Zitationen einfügen und Literaturverzeichnisse erstellen kann wahrlich nervenraubend sein.

Für eine Hausarbeit in Pädagogischer Psychologie dieses Semester habe ich nun erstmals Endnote eingesetzt. Dabei hatte ich folgende Probleme:

  • Das neue MS Office 2016 for Mac wird von Endnote noch nicht unterstützt. Eine automatische Erstellung eines Literaturverzeichnisses war daher unmöglich.
  • Der Import von PDFs funktioniert, aber die Qualität der daraus entstandenen Zitationen ist teils fraglich.

Daher habe ich mir nach einiger Auseinandersetzung zum Ziel gesetzt, einen kurzen Eintrag zum pragmatischen Umgang mit Endnote für eine solche Arbeit zu erstellen.

Wenn Du – wie ich – an der Uni Heidelberg studierst, lade Dir erst mal Endnote hier herunter und installiere es auf Deinem Rechner.

Anschließend installierst Du den Style für die Richtlinien der DGPs zur Zitation. Diese sind im deutschsprachigen Bereich den Richtlinien der APA vorzuziehen (auch wenn sich die Unterschiede oft gering halten). Achtung, es gibt hier zwei Versionen, ich habe die Unterschiede noch nicht geprüft:

Das Vorgehen zur Installation ist etwas unintuitiv. Durch Doppelklicken öffnet sich der Style in Endnote. Dort musst Du nun im Menu „File“ –> „Save As…“ drücken und dort Deinem importierten Style einen Namen geben, über den Du ihn in Endnote identifizieren kannst. Diesen musst Du anschließend in Endnote rechts unten auswählen, damit er auf die gesammelte Literatur angewendet wird:

Bildschirmfoto 2015-07-23 um 17.37.40

Du kannst nun auf zwei Weisen vorgehen: Entweder, Du sammelst gleich von Anfang an brav und verantwortungsbewusst die korrekten Literaturangaben, oder Du sammelst erst mal „quick & dirty“ (wie ich) die gröbsten Angaben und evtl. PDFs, damit Du später noch weißt, was Du genau zitieren musst – und räumst am Schluss auf.

 

Die besten Angaben zur Literatur sammelst Du via PsycINFO. Soweit ich erkennen kann muss der gefundene Artikel nun auch angeklickt werden, um die Zitations-Optionen anzuzeigen. Diese befinden sich rechts bei den „Tools“.

Dort „Cite“ anklicken

-> „Export to Bibliographic Management Software“

-> „Direct Export in RIS Format (e.g. CITAVI, EasyBib, EndNote, ProCite, Reference Manager, Zotero)“

-> „Save“

Nun wird eine Datei zum Download angeboten. Unter Mac OS X kann man diese Dateiendung gleich mit Endnote verknüpfen, so dass sie künftig direkt von Endnote geöffnet wird:

Bildschirmfoto 2015-07-23 um 17.46.44

Endnote zeigt daraufhin gleich die entsprechende Zitation (checken, ob DGPs ausgewählt ist!), die ins Literaturverzeichnis übernommen werden kann.

Solltest Du die zu zitierende Literatur via PsycINFO nicht finden ist Google Scholar eine gute Alternative, die allerdings nicht immer akkurat arbeitet.

Bildschirmfoto 2015-07-23 um 17.48.47

Hier beim gewünschten Artikel auf „Zitieren“ klicken, dann erscheint folgender Dialog:

Bildschirmfoto 2015-07-23 um 17.49.02

Hier nun einfach auf „EndNote“ klicken und den angebotenen Download wie oben beschrieben mit EndNote öffnen.

Achtung: Haltet die Augen offen – nicht alles, was von Google Scholar kommt, ist einwandfrei. Gegebenenfalls nachbessern.

 

Als letzte Option bleibt euch noch das Importieren des zu zitierenden Artikels als PDF in Endnote. Endnote versucht dann selbst, die zugehörigen Informationen zu sammeln. Auch hier muss nachträglich verifiziert werden – wenn denn überhaupt etwas sinnvolles dabei herauskommt.

 

Tja, und werdet ihr da auch nicht fündig, dann hilft nur das manuelle Erstellen in EndNote selbst – oder eben ohne Endnote.

 

Ich hoffe, dass Thomson Reuters es bald gebacken bekommen, EndNote X7 mit dem neuen Microsoft Office 2016 for Mac zusammenspielen zu lassen. Für eine derart etablierte Firma sollte das eigentlich schon längst passiert sein.

 

Frohes Zitieren allerseits!

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